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Hinweise zur neuen Regelung nach 13b UStG
Ab dem 1.1.2002 entfällt das Abzugsverfahren nach §§ 51 bis 56 UStDV. An dessen Stelle treten die neuen Regelungen nach § 13b UStG, nach denen ein Leistungsempfänger auch Schuldner der Umsatzsteuer sein kann. Hierbei zu beachten sind auch § 15 Abs. 1 Nr. 4 UStG und § 27 Abs. 4 UStG. Näheres zu den steuerlichen Aspekten erfahren Sie bei Ihrem Steuerberater bzw. in der einschlägigen Fachliteratur.

Die Umsetzung dieser Neuerungen in der Umsatzsteuer-Voranmeldung erfolgt durch Verwendung der neuen Kennzeichen 54, 55 ,57, 58 und 67. Falls Sie von diesen neuen Regelungen betroffen sind, empfehlen wir folgende Vor-gehensweise:

Anlage der benötigten Stammdaten
Verwenden Sie in den Kontobezeichnungen zur besseren Übersicht möglichst die Angabe '... nach §13b UStG' und führen Sie folgende Schritte durch:

1. Legen Sie in 'Mandant | Sachkonten' ein neues Vorsteuerkonto an. Wichtig ist, dass als Kontofunktion 'VS' angegeben ist.
2. Legen Sie in 'Mandant | Sachkonten' für jeden zu verwendenden Steuer--satz ein neues Umsatzssteuerkonto an. Dies sind also maximal drei Konten: Für 7 %, 16 % und andere Steuersätze. Wichtig ist, dass als Kontofunktion 'MW' angegeben ist.
3. Legen Sie ein neues allgemein zu verwendendes Kostenkonto an. Geben Sie keinen Steuercode und als Steuerart 'Keine Steuer' an.
4. Ordnen Sie in 'Mandant | Zuordnung Konten zu USt-Voranmeldung' die neuen Konten wie nachfolgend erwähnt zu. Dazu bewegen Sie die Markierung auf das jeweilige Kennzeichen und drücken die Taste 'Neu'. Als Konto 'von' und 'bis' geben Sie das entsprechende neue Konto an. Bei den Steuercodes wählen Sie immer 'Kein Steuercode':
  • das neue Vorsteuerkonto aus Punkt 1 wird dem VA-Kennzeichen '67' zuge-ordnet,
  • die neuen Umsatzsteuerkonten aus Punkt 2 werden den entsprechenden VA-Kennzeichen '54', '55' und '58' zugeordnet,
  • das neue Kostenkonto aus Punkt 3 wird dem VA-Kennzeichen '57' zuge-ordnet.

    Am besten kopieren Sie bereits bestehende gleichartige Konten, z.B. die-jenigen für 7 % und 16 % Umsatzsteuer bzw. für Wareneingang. Bis auf die o.g. Änderungen bleiben alle anderen Angaben und auch die Auswertungs-zuordnung identisch. Alternativ können Sie natürlich auch nicht mehr benö-tigte Konten (z.B. für 14 % oder 15 % Steuer) entsprechend umschlüsseln und zuordnen. Für die Unterstützung von §13b UStG benötigen Sie also keine neuen Steuercodes. Alle Stammdaten, Zuordnungen und Buchungen werden ohne Steuercode angelegt bzw. erfasst.

    Verbuchung entsprechender Geschäftsvorfälle
    Die Verbuchung der Leistungsentgelte und Steuerbeträge erfolgt grund-sätzlich in zwei getrennten Buchungen:

    Buchen Sie den Rechnungsbetrag (dieser entspricht immer dem Nettobetrag und darf niemals die Steuer enthalten) auf ein entsprechendes Kostenkonto OHNE Angabe eines Steuercodes. In einer zweiten Buchung buchen Sie den errechneten Steuerbetrag im Soll auf das unter Punkt 1 angelegte Vorsteuer-konto und im Haben auf das unter Punkt 2 angelegte entsprechende Umsatz-steuerkonto - je nach Steuersatz.